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Die Initiative

„Erpel – das Blumenkorso-Dorf am Rhein“

Seit 1985 findet jedes Jahr anlässlich des Weinfestes in Erpel am Rhein ein Blumenkorso statt. Für den Schmuck der Prunkwagen werden überwiegend Dahlienblüten verwendet. Das Anbringen der Blüten ist zeitaufwändig und arbeitsintensiv. Das Schmücken der Wagen ist daher nur mit der Hilfe zahlreicher Erpeler Bürgerinnen und Bürger zu bewältigen.

Das große Engagement der Erpeler für „ihren“ Blumenkorso wurde im Jahr 2014 geehrt, indem der österreichische Züchter Peter Haslhofer Bernd Walbrück, dem geistigen Vater des Korsos, gestattete, zwei seiner Dahlienzüchtungen zu taufen. Am letzten Tag des Erpeler Weinfestes 2014 wurden die Sorten auf die Namen „Herrlichkeit Erpel“ und „Erpeler Ley“ getauft.

Diese Taufe gab den Anstoß zur Initiative „Erpel – das Blumenkorso-Dorf am Rhein“. Die Initiatoren Bernd Walbrück und Holger Lenz wollten die Tatsache, dass die „Alte Herrlichkeit“ zwei Dahlien ihr „Eigen“ nennt, für die Erpeler Bürgerinnen und Bürgern konkret erlebbar machen. Schon ihre ersten Überlegungen führten zu der Erkenntnis, dass die Dahlie – abgesehen vom Tag des Blumenkorsos – in Erpel am Rhein öffentlich kaum in Erscheinung tritt. Dabei werden jedes Jahr 150 bis 200 Dahlien in den Grünanlagen der Ortsgemeinde ausgepflanzt. Aus dieser Einsicht entstand der Wunsch, generell für eine größere Präsens der Dahlie zu sorgen und Erpel am Rhein so zu einem „Dahlien-Dorf“ zu entwickeln.

Die Dahlientaufe fand jedoch nicht nur in Erpel Beachtung. Ein Bericht über die Taufe auf der Website „Deutsches-Garten-Forum“ ließ dessen Betreiber Theo Suchland aufhorchen. Er hegte schon seit längerem die Idee, ein „Klematis-Dorf“ zu initiieren, d. h. eine Gemeinde zu finden, die sich in besonderem Maße der Kultur der Waldrebe widmet. Deshalb fragte er bei Walbrück und Lenz an, ob sich ihr Engagement für die Dahlie auch auf die Klematis ausweiten ließe. Natürlich waren diese hierzu bereit!
Suchland vermittelte in der Folge nicht nur den Kontakt zu den Züchtern Clematiskulturen F. M. Westphal, Baumschule W. Kruse, Münster Baumschulen sowie Ton Hannink aus den Niederlanden. Er bewegte die Züchter sogar dazu, der Gemeinde Erpel am Rhein eine „Grundausstattung“ von über 80 Pflanzen zu spenden. Zudem sagten die Betriebe Baumschule Adrian Straver und Clematis Herian weitere Pflanzenspenden für den Herbst zu.

So nahm die Idee von einem „Dahlien- und Klematis-Dorf“ Gestalt an. Und weil die Idee ihren Ursprung im Erpeler Blumenkorso hat, erhielt sie den Titel „Blumenkorso-Dorf“.

Zur Verwirklichung dieser Idee haben Walbrück und Lenz im April 2015 die Initiative „Erpel – das Blumenkorso-Dorf am Rhein“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Dahlien und Klematis im Ort anzupflanzen, vorzugsweise an gut einsehbaren Stellen, wie zum Beispiel Vorgärten und Hausfassaden. Aber auch Erpeler, die einfach ihren Garten mit diesen Pflanzen verschönern wollen, sind eingeladen mitzumachen.

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