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Samstag, 27. Juni 2015

„Erpel, das Blumenkorso-Dorf am Rhein“

Erpel.  Die Väter der Initiative „Erpel – das Blumenkorso-Dorf am Rhein“, Bernd Walbrück und Holger Lenz, haben am vergangenen Freitag nicht nur Dahlien und Clematis auf dem Musterbeet gegenüber des Erpeler Bahnhofs gepflanzt. Sie berichteten auch, wie es zu der neuen Namensgebung für die „Alte und Freie Herrlichkeit“ gekommen ist. „Begonnen hatte alles damit, dass mir der Präsident der Deutschen Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft, Manfried Kleinau, bei der ich natürlich auch Mitglied bin, voriges Jahr zugestanden hat, für eine Neuzüchtung einen Namen auszusuchen“, so der Hobby-Gärtner und Chef-Organisator des Blütenkorsos, Bernd Walbrück. „Vater“ der in den verschiedensten Rottönen schimmernden Kaktus-Dahlie war der erfolgreiche Dahlien-Züchter Peter Hasl hofer aus St. Pankraz/Österreich, dessen Züchtungen schon viele Preise gebracht haben. Zum Ausklang des Weinfestes 2014 taufte Weinkönigin Tonia I. dann die Neuzüchtung dann auf den Namen „Herrlichkeit Erpel“.

Dabei aber ist es nicht geblieben. Der österreichische Züchter hatte Bernd Walbrück eine zweite Kaktus-Dahlie zur Namensgebung überlassen, deren Blüten-Unterseite weinrot erstrahlt, während die Vorderseite zart bronzefarben schimmert. „Wie unser Basaltfelsen im Sonnenuntergang“, hatte der Dahlienfreund vom Rhein geschwärmt, sodass die Goldjubiläums-Weinkönigin Hildegard Gross, geborene Senk, diese Liebhabersorte auf den Namen „Erpeler Ley“ taufte.

Von der „Erpeler Herrlichkeit“ haben Bernd Walbrück und Holger Lenz 90 Pflanzen auf Erpeler Gebiet gepflanzt, wie zahlreiche Erpeler am Stadtmauer-Blumenbeet gegenüber vom Bahnhof erfuhren. „Von der ‚Erpeler Ley‘ hat es allerdings nur zwei Pflanzen gegeben, sodass es Jahre gedauert hätte, wenn ich diese Sorte durch Knollenteilung hätte vermehren wollen“, erklärte Walbrück. Erheblich schneller gehe die Vermehrung durch Blattstecklinge, die Züchter Haslhofer in seinen Treibhäusern vorgenommen habe, sodass er 30 „Ley“-Dahlien nach Erpel zurückschicken konnte.

150 Dahlien für die Erpeler Vorgärten

„Damit wäre Erpel eigentlich das Dahlien-Dorf am Rhein, zumal wir Ende April 150 verschiedene Dahlienknollen aus unserem Garten gegenüber des Bürgersaals an Mitbürger gegeben haben, damit diese Blumen in Vorgärten gepflanzt werden“, so Holger Lenz. Dann aber habe sich Theo Suchland, der Leiter des deutschen Garten-Forums, bei Bernd Walbrück gemeldet und angefragt, ob Erpel nicht bereit sei, im Auftrag der Clematis-Züchter diese Kletterpflanzen im Ort der Öffentlichkeit zu präsentieren. Da das entsprechende Angebot kostenlos war, habe er die Chance, jedes Jahr neue Clematis-Pflanzen zu bekommen, natürlich nicht ausgeschlagen, wohl aber das Ansinnen, Erpel nach diesen Kletterpflanzen zu benennen. „Immerhin waren Dahlien, mit deren Blüten wir ja auch vorrangig unsere Motivwagen gestalten, zuerst da. Deshalb haben wir uns für den Namen ‚Erpel, das Blumenkorso-Dorf am Rhein‘ entschieden“, so Bernd Walbrück

Clematisranken zieren die Kölner Straße

Zunächst werde man von den Clematispflanzen zwar noch nicht viel sehen, aber schon im nächsten Jahr würden an der alten Stadtmauer vom späten Frühjahr bis in den hinein Herbst 20 der Waldreben blühen. Weitere 80 Pflanzen hätten die Züchter zum Verteilen zur Verfügung gestellt, die vom Musterbeet zunächst entlang der Kölner Straße gepflanzt würden. Wenn in den nächsten fünf bis zehn Jahren weitere Kontingente in Erpel eintreffen, wird die Bepflanzung über das Neutor hinaus bis zum Bürgersaal reichen. „Bisher bin ich bei den Bürgern, die ich auf eine Bepflanzung angesprochen habe, nur auf Begeisterung gestoßen“, versicherte Walbrück Bürgermeisterin Adenauer, für die er eine „Erpeler Ley“ reserviert hatte. „Im nächsten Jahr werden wir ausreichend Ableger haben, sodass wir auch diese Dahlien im Ort verteilen können“, war er sich sicher.

Blick aktuell vom 26. Juni 2015 …

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