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Samstag, 13. Juni 2015

Blühende Botschafterin

An die 2400 Sorten weist das Dahlienverzeichnis, eine Daten- und Bildersammlung zu diesen beliebten Pflanzen aus der Familie der Korbblütler, auf. Um genau zu sein, sollten es nicht mehr rund 2400 Sorten, sondern rund 2400 Sorten plus eine sein. Denn Erpel, bekannt nicht zuletzt durch den Blütenkorso zum Weinfest, hat seine eigene Dahlie. Und wie sollte die anders heißen als „Herrlichkeit Erpel“, nach jenem Synonym für den schnuckeligen Rheinort.

Der Vater der hellgelben Blüten mit hellroten Spitzen ist der österreichische Züchter Peter Haslhofer. Die Paten der Pflanze sind die engagierten „Freunde des Erpeler Weinfestes“, die nun hoffen, dass möglichst viele der fünf bis zehn Zentimeter großen Blüten demnächst in Erpeler Gärten blühen. Vorgezogene Pflanzen sind jedenfalls ab dem 18. Juni im örtlichen Blumenladen erhältlich.

Die „Herrlichkeit Erpel“ gehört übrigens zu den Semi-Kaktus-Dahlien, teilen die Weinfestfreunde mit. Und sie reiht sich damit ein in die Reihe nicht weniger klangvoller Namen wie etwa „Icarus“, „Halali“ oder auch „Yellow Sunburst“. Und natürlich dürfte auch die „Herrlichkeit Erpel“ Gärtnerherzen bei Weitem nicht nur in Erpel erfreuen. Als blühende Botschafterin der reellen Herrlichkeit gewissermaßen, in der die neue Blume beim Weinfest im September feierlich getauft worden war.

Und da man auf einem Bein nicht stehen, pardon, da eine Dahlie noch keine  Blütenkorso macht, bekommt die „Herrlichkeit Erpel“ im kommenden Jahr Gesellschaft: die neue Dahliensorte „Erpeler Ley“.

General Anzeiger Bonn vom 12. Juni 2015
„So gesehen“ von Claudia Sülzen

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