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Sonntag, 24. Mai 2015

Dahlie, du Herrlichkeit!

Erpel wird zum Blumenkorsodorf. Das erscheint im 30. Jahr der gleichnamigen stets blühenden Veranstaltung keine allzu große Überraschung. Warum uns das nun jetzt schon interessiert, obwohl die Blumentour im Rahmen des Weinfestes erst am 20. September (ein Sonntag: vormerken!) ihre Fahrt durch den Ort antritt? Weil Herrlichkeiten ihre Zeit brauchen, bis sie zu Herrlichkeiten herangewachsen sind. Gut, mit der Herrlichkeit Erpel selbst, also dem Ort, ist das etwas anderes; der war von Beginn an prächtig.

Aber mit der anderen „Herrlichkeit Erpel“ und mit der „Erpeler Ley“ ist das etwas anderes. so heißen nämlich zwei Sorten Dahlien. Der Titel ist ehrlich verdient. Der Präsident der Deutschen Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft, Manfred Kleinau, hatte Blumenkorso-Initiator Bernd Walbrück die Namenssuche für beide Neuzüchtungen im vergangenen Jahr überlassen. Der braucht nicht lange zu überlegen.
Wie alles Neue und Junge streben auch Pflanzen nach Anerkennung, und so haben die Freunde des Erpeler Weinfestes beschlossen, Gartenbesitzer mit entsprechenden Dahlienknollen zu versorgen, um den Korso mit einer Blumenpracht am Straßenrand zu flankieren. Wer sich an der Initiative beteiligen möchte, kann sich am Freitag, 29. Mai, zwischen 18 und 19 Uhr und am Samstag, 30. Mai, zwischen 10 und 11 Uhr kostenlos mit den Herrlichkeiten eindecken. Treffpunkt ist der Garten von Walbrück und Blumenfreund Holger Lenz an der Ecke Heisterer Straße/Jahnstraße; der Erpeler kennt ihren Garten als „Erpeler Blumentälchen“.

General Anzeiger Bonn vom 23. Mai 2015
„So gesehen“ von Philipp Königs

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